Donnerstag, 31. Mai 2007
Weltnichtrauchertag
Habe gerade erfahren, dass heute ja der Weltnichtrauchertag ist. :-) Ich finde, das sollte ein Feiertag sein. ;-)
Und wer zahlt die Kosten?
Eine Antwort auf diese Frage gibt jetzt der CDU-Politiker Karl-Heinz Florenz. Immerhin wird das Gesundheitssystem durch die Raucher EU-weit mit min. 50.000.000.000 Euro (50 Mrd.) belastet. Diese Summe soll, so der Vorschlag von Florenz, die Tabakindustrie zahlen. Ich finde den Vorschlag besser, als die in den USA gängige Praxis, dass erkrankte Raucher riesige Summen nach Klagen erhalten.
Gefunden via Der Tagesspiegel online
Video auf Tagesschau.de
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Mittwoch, 30. Mai 2007
Berliner Entwurf für ein Nichtraucherschutzgesetz ist fertig
Nun hat auch Berlin einen Entwurf zum Nichtraucherschutzgesetz. In öffentlichen Gebäuden soll das Rauchen komplett verboten werden, wozu auch die Unis zählen. :-) In Restaurants muss der Raum für Nichtraucher deutlich größer sein als der Raucherraum. Gut finde ich auch, dass in Diskotheken nicht geraucht werden darf. Damit werden solche Aktionen vermieden.
Kritik regt sich allerdings gegen die Pläne, dass in Sportvereinen weiter geraucht werden darf. Verstehe sowieso nicht, wie man auf so eine Ausnahme überhaupt kommen kann. Naja, noch ist es ja auch nur ein Entwurf. Mal sehen, was am Ende dabei herauskommt.
Weitere Ausnahmen: In Gefängnissen darf weiterhin geraucht werden (dumm, wenn man Nichtraucher ist) und in Gerichten werden extra Zonen eingerichtet, damit die Bösewichte nicht die Raucherpause nutzen, um zu türmen. ;-)
Gefunden via Berliner Zeitung
Kritik regt sich allerdings gegen die Pläne, dass in Sportvereinen weiter geraucht werden darf. Verstehe sowieso nicht, wie man auf so eine Ausnahme überhaupt kommen kann. Naja, noch ist es ja auch nur ein Entwurf. Mal sehen, was am Ende dabei herauskommt.
Weitere Ausnahmen: In Gefängnissen darf weiterhin geraucht werden (dumm, wenn man Nichtraucher ist) und in Gerichten werden extra Zonen eingerichtet, damit die Bösewichte nicht die Raucherpause nutzen, um zu türmen. ;-)
Gefunden via Berliner Zeitung
Ruhe
Ich liebe es, der Erste auf Arbeit zu sein. Es ist so schön ruhig, man kann sich gut konzentrieren, und wenn man die Tür zum Gang der Abteilung aufschließt, kommt einem erst mal eine kalte Nikotinwolke entgegen. Daher heißt es zunächst einmal, alle Fenster in Reichweite aufzureißen. Dann hat man ca. 2 - 3 Stunden Zeit, bis die Raucher einer nach dem anderen eintrudeln. Leider positionieren die sich immer strategisch günstig genau vor meinem Raum. Nachdem ich bereits mehrmals die Tür zu meinem Raum recht energisch geschlossen habe, hat sich wohl schon herumgesprochen, dass ich etwas gegen Raucher habe. Mittags fragt man mich schon gar nicht mehr, ob ich mit zum Essen will.
Die Raucher hier gehören zu den rücksichtslosesten, die ich kenne. Wir haben hier schwangere Mitarbeiter, aber darum schert sich niemand. Auch Besucher, die auf dem Gang warten müssen, haben keine Wahl. Beschwert hat sich noch niemand (zumindest habe ich noch nichts mitbekommen), aber die meisten Leute, die hierher kommen, sind in einem Abhängigkeitsverhältnis, wo es nicht ratsam erscheint, negativ aufzufallen.
Da kann man nur hoffen, dass hier in Berlin in öffentlichen Einrichtungen bald das Rauchverbot kommt. Ich hoffe, ich erlebe das dann noch.
Die Raucher hier gehören zu den rücksichtslosesten, die ich kenne. Wir haben hier schwangere Mitarbeiter, aber darum schert sich niemand. Auch Besucher, die auf dem Gang warten müssen, haben keine Wahl. Beschwert hat sich noch niemand (zumindest habe ich noch nichts mitbekommen), aber die meisten Leute, die hierher kommen, sind in einem Abhängigkeitsverhältnis, wo es nicht ratsam erscheint, negativ aufzufallen.
Da kann man nur hoffen, dass hier in Berlin in öffentlichen Einrichtungen bald das Rauchverbot kommt. Ich hoffe, ich erlebe das dann noch.
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Dienstag, 29. Mai 2007
ZEIT zurückdrehen
Die ZEIT wirbt derzeit für das ZEITmagazin Leben mit riesigen Plakaten. Von den Plakaten schaut Helmut Schmidt herunter, fröhlich an einer Zigarette paffend und unter den Schlagworten "Denken, fühlen, leben". Soll das heißen, dass Rauchen zum Leben dazugehören muss? Ich finde die Aktion geschmacklos.
Auf Zeit online findet man übrigens ein Interview (Video) mit Helmut Schmidt zum Nichtraucherschutzgesetz.
Auf Zeit online findet man übrigens ein Interview (Video) mit Helmut Schmidt zum Nichtraucherschutzgesetz.
Samstag, 26. Mai 2007
Nichtraucherschutzgesetz verabschiedet
Kaum zu glauben, aber die Bundesregierung ist manchmal schneller als die einzelnen Bundesländer. Am Freitag wurde das Nichtraucherschutzgesetz verabschiedet, wonach das Rauchen in Bundesbehörden (auch im Bundestag), Bussen, Taxis und Bahnen verboten wird. Ab September, wenn das Gesetz in Kraft tritt, sollte der Bundesrat ebenfalls zustimmen, darf dann auch auf Bahnhöfen nicht mehr geraucht werden. Besonders wichtig: Jugendlichen unter 18 Jahren darf dann kein Tabak mehr verkauft werden.
Zuwiderhandlungen werden als Ordnungswidrigkeiten geahndet und mit Bußgeldern in Höhe von 5 - 1000 Euro bestraft. Bin nur gespannt, wie das in der Praxis umgesetzt wird. Auf den kleineren S-Bahnhöfen außerhalb der Touristengegenden in der Berliner City wird noch völlig ungeniert geraucht. Rauchverbotsschilder wurden nach kurzer Zeit wieder abgenommen.
Auch wie es in der Gastronomie weitergeht, ist noch völlig offen. Pro Rauchfrei e.V. hat in dieser Woche einen Gesetzgebungsmonitor online gestellt, der den Stand der Gesetzgebungsverfahren in den einzelnen Bundesländern darstellt.
Zuwiderhandlungen werden als Ordnungswidrigkeiten geahndet und mit Bußgeldern in Höhe von 5 - 1000 Euro bestraft. Bin nur gespannt, wie das in der Praxis umgesetzt wird. Auf den kleineren S-Bahnhöfen außerhalb der Touristengegenden in der Berliner City wird noch völlig ungeniert geraucht. Rauchverbotsschilder wurden nach kurzer Zeit wieder abgenommen.
Auch wie es in der Gastronomie weitergeht, ist noch völlig offen. Pro Rauchfrei e.V. hat in dieser Woche einen Gesetzgebungsmonitor online gestellt, der den Stand der Gesetzgebungsverfahren in den einzelnen Bundesländern darstellt.
Donnerstag, 17. Mai 2007
Rauchfrei vegetarisch genießen
Zwar ist das Samadhi kein komplett rauchfreies Restaurant vor, aber es könnte exemplarisch für einen funktionierenden Kompromiss stehen. Gleich nach dem Eintritt wurden wir gefragt, ob wir in den Nichtraucherbereich oder den Raucherbereich wollen. Die Antwort könnt ihr euch sicher denken. ;-) Das Schöne war dann, dass der Nichtraucherbereich tatsächlich der große, gemütlich eingerichtete Hauptraum mit Blick auf die dunkler werdende Stadt war und nicht die obligatorische Ecke neben den Toiletten, wie es sonst oft üblich ist. Den Raucherbereich haben wir nicht gesehen und auch nicht bemerkt, müsste also ein abgetrennter Raum sein.
Den ganzen Abend haben wir keine Gäste gesehen, die in den Raucherbereich wollten. Nur einmal wollte ein Gast eine Zigarette rauchen und hat sich wie selbstverständlich nach der Raucherecke erkundigt und ist für ein paar Minuten verschwunden. Kein Murren oder Ähnliches.
Das Samadhi ist übrigens ein vegetarisches, vietnamesisches Restaurant. Der Koch ist Buddhist und so hat die Küche noch nie Fleisch gesehen. Das Essen ist superlecker. Die Auswahl ist riesig und die Bedienung sehr freundlich und redselig. So haben wir beispielsweise erfahren, dass es in Vietnam eigentlich keine Nachspeise gibt. Außerdem gab es, leider erst nach dem Essen, ein paar Tipps für den Umgang mit Stäbchen. Tipp: Man sollte nicht nach Zucker für seinen Jasmin-Tee fragen. Es ist nicht jedermanns Sache, wenn sich die Bedienung laut darüber aufregt, wie man in den Tee Zucker rein machen kann. Sehr peinlich. ;-)
Übrigens habe ich jetzt bei Qype eine Liste mit qualmfreien Restaurants und Cafés erstellt. Noch ist sie nicht sehr umfangreich, aber sie wird sicher noch wachsen.
Dort findet ihr übrigens auch das Café Weltgeist, was im renovierten Seminargebäude am Hegelplatz untergebracht. Das Café ist hier in Mitte eine Alternative zu Starbucks und Co. und studentenfreundlicheren Preisen. Klar, dass ich das Café nur empfehle, weil es komplett rauchfrei ist. :-)
Update vom 21.05.2007:
Hier noch ein interessanter Beitrag zum Samadhi bei Melodic ambience.
Den ganzen Abend haben wir keine Gäste gesehen, die in den Raucherbereich wollten. Nur einmal wollte ein Gast eine Zigarette rauchen und hat sich wie selbstverständlich nach der Raucherecke erkundigt und ist für ein paar Minuten verschwunden. Kein Murren oder Ähnliches.
Das Samadhi ist übrigens ein vegetarisches, vietnamesisches Restaurant. Der Koch ist Buddhist und so hat die Küche noch nie Fleisch gesehen. Das Essen ist superlecker. Die Auswahl ist riesig und die Bedienung sehr freundlich und redselig. So haben wir beispielsweise erfahren, dass es in Vietnam eigentlich keine Nachspeise gibt. Außerdem gab es, leider erst nach dem Essen, ein paar Tipps für den Umgang mit Stäbchen. Tipp: Man sollte nicht nach Zucker für seinen Jasmin-Tee fragen. Es ist nicht jedermanns Sache, wenn sich die Bedienung laut darüber aufregt, wie man in den Tee Zucker rein machen kann. Sehr peinlich. ;-)
Übrigens habe ich jetzt bei Qype eine Liste mit qualmfreien Restaurants und Cafés erstellt. Noch ist sie nicht sehr umfangreich, aber sie wird sicher noch wachsen.
Dort findet ihr übrigens auch das Café Weltgeist, was im renovierten Seminargebäude am Hegelplatz untergebracht. Das Café ist hier in Mitte eine Alternative zu Starbucks und Co. und studentenfreundlicheren Preisen. Klar, dass ich das Café nur empfehle, weil es komplett rauchfrei ist. :-)
Update vom 21.05.2007:
Hier noch ein interessanter Beitrag zum Samadhi bei Melodic ambience.
Rücksichtslos
Ich muss mich mal wieder darüber aufregen, wie rücksichtslos einige Raucher sind. Das bezieht sich explizit nicht auf alle Raucher. Ich meine die Raucher, die echt kein Problem damit haben, sich in einer großen Menschenmenge eine Zigarette anzuzünden. So geschehen am Dienstag gleich zweimal. Ich hatte keine Chance, den Giftwolken auszuweichen, als ich in Adlershof und später auch zu Hause aus der S-Bahn ausgestiegen bin. Da wälzt sich dann eine größere Menschenmenge die Treppen herunter und mittendrin ein oder zwei Raucher. Läuft man zufällig hinter ihnen, hat man keine Chance, bis sich die Menschenmenge ein wenig verteilt hat. Ein Wunder, dass man da nicht öfters mal einen Brandfleck in der Kleidung oder auf der Haut hat. Daher sollte man das Rauchen generell in der Öffentlichkeit verbieten.
Montag, 14. Mai 2007
Stand der Dinge
Schon bei meinem letzten Kontakt mit dem Berliner Senat, war ich über die schnelle Reaktion erfreut. Auch diesmal ging es wieder fix. Noch am Freitagabend abgeschickt, war heute schon eine Antwort auf meine Mail da.
Ich hatte gefragt, wie weit das Gesetzgebungsverfahren hier in Berlin ist. Derzeit wird das Gesetz zum Nichtraucherschutz noch zwischen den einzelnen Senatsverwaltungen abgestimmt. Demnächst geht es dann in das schriftliche Anhörungsverfahren. Man rechnet mit der Einbringung des Gesetzentwurfs noch vor der Sommerpause.
Ich kann zwar nicht einschätzen, was hinter den Kulissen so abgeht, aber etwas bewegt sich zumindest.
Ich hatte gefragt, wie weit das Gesetzgebungsverfahren hier in Berlin ist. Derzeit wird das Gesetz zum Nichtraucherschutz noch zwischen den einzelnen Senatsverwaltungen abgestimmt. Demnächst geht es dann in das schriftliche Anhörungsverfahren. Man rechnet mit der Einbringung des Gesetzentwurfs noch vor der Sommerpause.
Ich kann zwar nicht einschätzen, was hinter den Kulissen so abgeht, aber etwas bewegt sich zumindest.
Freitag, 11. Mai 2007
Nichts los
Es ist ruhig geworden beim Nichtraucherschutz. In den Medien wird derzeit kaum was berichtet. Was die einzelnen Landesregierungen hinter verschlossenen Türen aushecken, ist unklar. Ich werde mal beim Senat hier in Berlin nachfragen. Immerhin ist die große Konferenz schon über einen Monat her und seitdem hat sich nichts mehr getan.
Seit das Wetter in den letzten Tagen nicht mehr dazu einlädt, auf der Wiese zu sitzen, fallen auch die Raucher hier auf dem Campus Mitte der HU nicht mehr so negativ auf. Ist schon unglaublich, wie viele Studenten rauchen. Gerade die sollten es doch besser wissen. Vor ein paar Tagen gab es dazu auch eine Studie. Es ist echt unangenehm, wenn man auf einer Wiese kein Fleckchen Erde ohne Kippen und Asche findet. Auch die Luft ist überall verpestet. Niemand nimmt Rücksicht, nicht mal, wenn Kinder in der Nähe sind. Das ist also die Elite von morgen.
Seit das Wetter in den letzten Tagen nicht mehr dazu einlädt, auf der Wiese zu sitzen, fallen auch die Raucher hier auf dem Campus Mitte der HU nicht mehr so negativ auf. Ist schon unglaublich, wie viele Studenten rauchen. Gerade die sollten es doch besser wissen. Vor ein paar Tagen gab es dazu auch eine Studie. Es ist echt unangenehm, wenn man auf einer Wiese kein Fleckchen Erde ohne Kippen und Asche findet. Auch die Luft ist überall verpestet. Niemand nimmt Rücksicht, nicht mal, wenn Kinder in der Nähe sind. Das ist also die Elite von morgen.
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